Social Awkward

Die Awkwardness? Unbeholfenheit, Ungeschicktheit oder schlicht und ergreifend Peinlichkeit. Die Variante davon, die wohl jedem am stärksten zu schaffen macht? Die soziale, die immer dann auftaucht, wenn man gerade unter Menschen ist. Unter dieser Spezies kann man sich oft wie ein Alien vorkommen.

 

Dieses Mal soll es um ein Phänomen gehen, das die meisten von uns schon aus der Grundschule kennen. Man kommt in einen Raum und sieht sich umringt von Menschen, die cool, gutaussehend, selbstbewusst oder zumindest sozial eingegliedert wirken.

Alles Barrieren, die in diesem Moment, in dem man im Türrahmen steht, unüberwindbar erscheinen. Die Wangen fangen an zu glühen, die Handflächen beginnen zu schwitzen und die Ohren fangen an zu klingeln. Zu allem Überfluss verschwinden die interessanten und witzigen Gesprächseinsteiger, die man sich am Morgen zurecht gelegt hat, in einem schwarzen Loch. Schon setzen die Fluchtinstinkte ein.

Aber zum Glück gibt es da noch die innere Stimme, die einen zur Vernunft zwingt und man betritt die Löwenhöhle.

 

Perfektes Beispiel: Eine Geburtstagsfeier auf der man nur das Geburtstagskind kennt. Horror.

Also wie fängt man an? Der einzige Freund den man in diesem Szenario hat, muss sich um alle Gäste kümmern, nicht nur um dich, also los, sei ein großes Mädchen und sprich jemanden an. Ich bin sicher nicht alleine, wenn ich sage, dass dieser jemand bevorzugt der Tisch mit den Snacks ist, den man unfassbar interessiert beäugt, um beschäftigt zu wirken.

 

Und da liegt der Fehler.

Es ist kein Zeugnis von Schwäche, gelangweilt wirken zu können, eher eine Fähigkeit. Denn nur so kann dich eine andere einsame Seele, die vielleicht das selbe Problem hat, auch orten und sich zu dir gesellen.

Und das ist nur einer der Vorteile, die das Unbeschäftigt sein mit sich bringt. Sobald Leute zum Tanzen, für eine Raucherpause oder ein Geburtstagsständchen gesucht werden, Bumm, wirst du geschnappt. Sich helfen zu lassen kann manchmal sehr entspannend sein. Also einfach mal Awkwardness zeigen.

Wenn man dann endlich in einem der Kreise steht geht es um Konversation. Keine Panik schieben, weil dir weder das neueste Album von Adele, noch Politik in den Kopf kommen. Die Awkwardness hilft dir nicht nur gefunden zu werden, sie dient auch als gutes Gesprächthema.

 

Erzähle einfach frei nach Schnauze davon, wie unangenehm die ersten Minuten auf dieser Party für dich waren, dass du dich fast an 2 Erdnüssen verschluckt hast und wie du auf der Toilette dein Lächeln geübt hast. Das macht sympathisch und wirkt tatsächlich selbstbewusst und ehrlich, nicht armselig. Vielleicht fällt dir dann auch auf, dass die Leute die du eben noch für unerreichbar gehalten hast, dir leidenschaftlich zustimmen und genau die selben schlimmen 5 Minuten des Ankommens hinter sich haben. Man ist nie der einzige Alien im Raum, so viel ist sicher.

Die Awkwardness kann also sogar eine gute Wingwoman sein, wenn du sie lässt.

 

Darauf einen Toast und viel Spaß bei der nächsten Party!

 

Bildquelle: MiniMemes

 

1 Antwort
  1. Nugua
    Nugua says:

    Danke für die Überlebenstipps 😀 Bei nächster Gelegenheit werde ich sie mal auf die Probe stellen. Ps. Ihr findet mich am Snacktisch

    Antworten

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